Wie wird man Paparazzi ?

Paparazzi ist eine der bekanntesten und umstrittensten Richtungen für Fotografen. In diesem Artikel gehe ich darauf ein, wie es möglich ist in diesem Beruf Fuß zu fassen und was die Vor- und Nachteile sind.

Paparazzi und Fotografie

Als Paparazzi oder auch Yellowpress-Fotograf geht es nur darum Promis ab zu lichten. Der fotografische Part ist dabei sehr einfach. Eine Canon EOS 450D, ein 18-55mm IS und ein Blitz (z.B.: Canon 580 EX II ) und du kannst loslegen. Größere Ausrüstung kommt später mit dem Erfolg. Die Fotos die erwartet werden sind im Hochformat und zeigen den Promi von Kopf bis Fuß. Nur wenn es nicht anders möglich ist, lohnen sich andere Formate. Das Gesicht sollte schattenfrei geblitzt sein.
Es mag zwar eigenartig klingen so genaue Vorgaben zu haben, das liegt jedoch an der Art der Verwendung. Die Klatschzeitschriften lieben es über alle Details am Star zu lästern. Besonders bei Frauen spielen die Schuhe daher eine große Rolle! Das schattenfrei geblitzte Gesicht sieht in Magazinen einfach besser aus.

Paparazzi und die Großstadt

Wohnst du in einem kleinen Kaff, solltest du in eine größere Stadt ziehen, um auch wirklich Promis zu finden. Je größer die Stadt, um so mehr Promis, aber auch mehr Konkurrenz. In Deutschland gibt es auch nicht viele Städte mit Weltstars. Berlin ist hier die große Ausnahme. Internationale Prominenz ist wichtig, da sie auch ins Ausland verkauft wird. Lokale Prominente haben einen viel kleineren Absatzmarkt, sorgen aber für ein regelmäßigeres Einkommen.

Recherche für Paparazzi

Der größte Part im Beruf eines Paparazzo ist die Recherche. Du musst herausfinden wo sich ein Promi in deiner Stadt aufhält. Denk nicht, dass du täglich Weltstars ablichtest. Grade die B und C Promis machen einen großen Anteil des Umsatzes in Deutschland aus.

Es gehört zum Jobprofil die dummen Sender wie RTL und RTL 2 aufmerksam zu verfolgen. Der Blick in die Klatschzeitschrifften gehört ebenfalls dazu. Wie willst du sonst die C-Promis erkennen, wenn du nicht über sie gelesen hast ? Das Foto allein reicht nicht aus, du musst es auch beschriften. Kannst du einen Promi nicht bennennen, wird er in keiner Foto-Datenbank gefunden. Zudem geben dir die Klatschzeitungen Anhaltspunkte über promireiche Events und Aufenthaltsorte.

Fürs erste sind die besten Anlaufstellen das teuerste Hotel und das teuerste Restaurant deiner Stadt. Stehen Fans vor dem Hotel, können sie dir oft sagen, wer sich darin befindet. Das Restaurant kannst du zur Mittagszeit kurz aufsuchen und gucken, ob du bekannte Gesichter siehst. Für Events brauchst du eine Akkreditierung. Ohne Agentur oder Referenzen wirst du dort keinen Zugang haben. Die Fotos von dort sind aber am wenigsten Wert. Daher klapperst du die Hotels zur Zeit vor und nach dem Event ab. Mit etwas Glück und Ausdauer erwischst du dort deine ersten Motive. Bei besonderen Motiven wie Hollywoodstars lohnt es sich auch, dem Promi auf dem Roller hinterher zu Fahren.

Geld verdienen als Paparazzi

Hast du deine ersten Abschüsse (So nennen Paparazzi ihre Fotos.), brauchst du noch einen Abnehmer. Da Fotografen fast alle Freiberufler sind, ist dieser Schritt sehr einfach. Du machst 10 vorzeigbare Fotos von Prominenten und kontaktierst eine kleine Fotoagentur deiner Stadt. Eine Googleanfrage mit den Worten „foto agentur STADT“ oder „presse foto agentur STADT“ gibt dir Namen von Agenturen. Bewirb dich bei allen als freier Fotograf.

Sobald du bei einer aufgenommen bist, kannst du täglich losziehen und die Agentur verkauft die Fotos für dich. Ein Foto in einer größeren Tagszeitung ist 80 Euro wert und du erhälst bei einer Agentur die hälfte. Klatschzeitschrifften zahlen normalerweise mehr. Gute Agenturen verkaufen deine Fotos mehrfach und weltweit, so dass einzelne Fotos viele hundert Euro einbringen können. Wichtig ist, dass die Fotos exklusiv und gut sind. Für das schnelle versenden der Fotos wirst du einen Laptop und Internet über das Handynetz brauchen.

Ein Tipp: Wenn du genug Erfahrung gesammelt hast, kannst du dich bei Actionpress.de und WENN.com bewereben. Das sind zwei der größten Agenturen die Yellowpress verarbeiten und weltweit verkaufen. Aufgenommen werden aber nur gute Fotografen die regelmäßig arbeiten.

Der Rest ist nur noch harte, ausdauernde Arbeit und viele gute Fotos.
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6 Antworten auf Wie wird man Paparazzi ?
  1. sarazen sagt:

    das problem ist doch, wenn du ein egal wen oder was attraktives foto hast, dass dich jemand mit ein paar Euro freundlich verabschiedet und , so ists mir mal passiert – es heiß wir haben es landauf landab gedruckt und alle wollten es. Juchhu, ich hatte 65 Euro einmalig kassiert…und wurde freundilch eingeladen, doch mal wieder was zu bringen… habs dann aber sein gelassen. hast du da einen tip, wie man sich da schützen kann, oder im vorfeld agenturen abchecken kann?
    grüße pe

  2. Peter Vogel sagt:

    Hallo. Ich hab Ihren Text durchgelesen und fand ihn sehr spannend. Habe aber ne frage.. Sie haben doch geschrieben, dass man etwa 10 Bilder von einem Promi oder von Promis machen sollte und dann sich in einer Fotoagentur bewerben sollte als freier Fotograf.. Freier Fotograf.. Was bedeutet das ? Als Paparazzi oder ?

  3. Jay sagt:

    Paparazzi wird man nur, wenn man mindestens zu zweit ist. Das ist nämlich die Mehrzahl. Der korrekte Begriff ist Paparazzo.

  4. Agan Balsam sagt:

    Guten Tag

    Ich hätte eine Frage an den Verlag.
    Bei wem muss ich mich melden wenn ich Clips von Schauspielern, Sängern und Politikern dich ich gefilmt habe verkaufen möcht?

    Freu mich auf eine Antwort.

  5. Agan Balsam sagt:

    Guten Tag

    Ich hätte eine Frage.
    Wo muss ich mich melden wenn ich Clips von berühmten Schauspielern gemacht habe, verkaufen möchte?

    Freu mich auf eine Antwort.

  6. michael sagt:

    Hallo Agan Balsam schau dir mal die Internet seite paparazzi-agentur.de wir Vermarkten Fotos und Videos Mit freundlichen Grüßen Michael

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